Schlehdorn

Natürlich trägt auch der Schwarz- oder Schlehdorn Früchte. Genau wie die Hagebutte können auch sie nach dem Frost gegessen werden (können auch im Kühler für kurze Zeit sein). Durch den Frost sinkt der Gerbstoff Gehalt. Die unreifen Früchte können wie Oliven eingelegt und später zu Schlehenbrand verwendet werden, aber auch Konfitüre, Tee sind herstellbar.  Die gesamte Pflanze wurde schon in der Steinzeit benutzt. Das sehr harte Holz diente für Peitschenstiele und Spazierstöcke, die Rinde für die sogenannte Dornentinte. Der Busch ist für eine Vielzahl von Schmetterlingen, Käfer und für über 20 Vogelarten sehr wichtig. Der Schlehdorn gilt als Stammform der Kulturpflaume.   

Hagebutten

Die Hecken auf dem Golfplatz tragen nun Wildfrüchte. Am Auffallensten dürften die Hagebutten an der Ecke zum Green 18 sein. Der Name weist auf den Standort "Hag" hin. 

Die Sammelfrucht mit vielen kleinen Nüssen enthält viel Vitamin C, A, B1, B2. Man kann sie roh essen nach der ersten Frostperiode, sollte aber die Nüsschen entfernen. Verarbeitet werden können sie zu Konfitüre, Mus, Likör  oder Tee. Da die Pflanze zu den Rosengewächsen gehört  besitzen sie Stacheln. Vermutlich lassen die Menschen die Früchte für unsere Standvögel (Vögel die nicht in den Süden ziehen) deswegen an den Büschen hängen.

Blindschleichen

Was die Golferinnen alles so entdecken!

Mitsou gelang es am Marroni Turnier eine Blindschleiche (anguis fragilis) englisch: slow worm zu fotografieren. Blindschleichen werden 50cm, Weibchen 40cm lang. Neugeborene sind zwischen 6-8cm und sehr hell. Sie führen ein diskretes Leben in kraut- und altgrasreichen Habitaten die auch Feuchtgebiete enthalten. Für ihre Thermoregulation sind Lesesteinhaufen und Trockenmauern interessant. Besitzerinnen von Komposthaufen begegnen den Blindschleichen wohl am Häufigsten.  Alle 2 Jahre werden 2 - 20 lebende Junge zwischen Ende Juli und Ende September, nach einer Tragzeit von 3 Monaten, geboren. Bei der Paarung geht es derb zu. Das Männchen fixiert das Weibchen mit einem Biss in den Kopf oder Nacken.

Kot von Tieren auf den Fairways

Kot von Tieren

Auf den Fairways findet man Kot von Tieren, die sogenannte Losung. Bei manchen Tieren gibt es klare Angaben zur Art bei anderen ist es schwieriger. Die Losung gibt aber Auskunft über Nahrungsvorlieben, Gesundheitszustand und sogar das Geschlecht (Hirsch und Reh).

Der Hausrotschwanz

Der Hausrotschwanz

„Unser“ Hausrotschwanz ist wieder da!  Er brütet auf dem Balken über der Caddie-Halle rechts vom Eingang. Der Vogel muss seinen Brutort speichern können um zurück zu finden. Er kann den Ort auch finden, wenn er dazwischen verfrachtet worden wäre. Wie die Vögel das anstellen bleibt vorläufig ihr Geheimnis. Die Gestirne und das Magnetfeld werden  als Richtung benützt. Sinnesorgane die dieses Magnetfeld wahrnehmen, konnten im Auge und im Bereich des Oberschnabels lokalisiert werden.  Zugvögel haben durch eine innere Stoppuhr die zu überwindende Distanz in den Genen (Peter Berthold früherer Leiter  des Max-Planck-Instituts).

 

 

Edelkrebs (astacus astacus)

Die Weiher auf dem Golfplatz enthalten seit letztem Jahr den einheimischen Edelkrebs. Er wird 18 cm lang und ist von massivem Körperbau. Um wachsen zu können, müssen die Krebse sich häuten. Die Häufigkeit des Panzerwechsels ist stark vom Alter abhängig. Die Paarung findet im Herbst statt. Die Eier werden unter den schützenden Schwanzsegmenten des Weibchens während mehreren Monaten mitgetragen.

Rote Waldameise

Sie bilden Staaten bestehend aus unfruchtbaren Arbeiterinnen, den fruchtbaren Königinnen und fruchtbaren Männchen (geflügelte Geschlechtstiere). Die Arbeiterinnen bauen das Nest, beschaffen Nahrung, füttern die Königin und die Brut und verteidigen das Nest. Ausserdem gewährleisten die Arbeiterinnen die verschiedenen Temperaturen für die Eientwicklung, das Larvenstadium und das Puppenstadium im Bau. Arbeiterinnen leben ca. 5 - 6 Jahre, die Königin ca. 15 - 20 Jahre. Hauptnahrung sind Insekten (Eiweisslieferant für die Königinnen).

Die Golfsaison 2016 ist eröffnet

Die Golfsaison 2016 ist eröffnet. Die Bienen, Hummeln, Schmetterlinge, Frösche und Kröten haben ihr Jahr begonnen.  Am Himmel treiben die Milane ihre Liebesspiele. Einige Zugvögel sind zurück und beginnen ihr Revier lautstark zu verkünden. Die Kornelkirsche (Tierlibaum) blüht. Die Kirschblüten  sind schon stark angeschwollen und es wird nicht mehr lange dauern bis sie blühen. Schlüsselblumen, Scharbockskraut, rote Taubnessel und Walderdbeere bieten den Insekten ihren Nektar an. Neu ist der Kormoran  am Loch 6 aufgetaucht. Hoffentlich ist er Goldfischspezialist!

Mönchsgrasmücke

Gestatten: Mönchsgrasmücke. Meine Frau hat einen braunen Hut. Hierzulande bezeichnet man mich auch als "Schwätzbäsi". Auch als Kurzstreckenreisender erfährt man unterwegs so einiges und erzählt es überall. Die Familie in der Schweiz zählt etwa 500000-700000 Vögel. Wir sind anpassungsfähig, seit einigen Jahrzehnten ziehen wir auch an die Nordsee und auf die britischen Inseln. Unsere Nahrung besteht aus Insekten, Spinnen und Beeren. Wir lieben Laubwälder und Feuchtgebiete, unsere Nester bauen wir in dichten einheimischen Heckensträuchern  und Büschen.  4-6 Junge haben wir aufzuziehen und benötigen einen 35liter Sack Insekten damit unser Nachwuchs in 3 Wochen erwachsen ist. (Stimme anhören Vogelwarte Sempach)

Speiballen

Gewölle, auch Speiballen genannt, werden von  verschiedenen Vogelarten ausgewürgt. Sie enthalten die unverdaulichen Bestandteile der Nahrung.  Zu diesen Vögeln gehören die Taggreifvögel, Eulenarten aber auch Reiher und Kormorane. Gewölle geben Auskunft über die Gesundheit des Vogels und über seine Beutetierarten. Die Taggreifvögel verfügen über eine stärkere Magensäure und verdauen daher die Knochen der Beutetiere. So lassen sich die Gewölle zusammen mit der Grösse den verschiedenen Vogelarten zuordnen.