Junge Iltisse

Ein allerliebstes Foto (Ende Aug. 2014) ist Komala auf dem Golfplatz am Loch 15 gelungen. Es sind junge Iltisse, geboren zwischen Mai und Juni. Das Kennzeichen ist die typisch weisse Gesichtsmaske. Die Weibchen sind sehr beschützend und so hörte Komala auch die scharfen Rufe der Mutter.

Die Iltisse (mustela putorius) gehören zu den Marderartigen. Mit über 35 cm Länge ohne Schwanz sind sie die Grössten. Auf dem Golfplatz kommt noch das Mauswiesel  (mustela nivalis) 14-20 cm, vor. Letzteres ist schwierig vom Hermelin (mustela erminea) mit 20-35 cm, zu unterscheiden. Bekannt sind noch Baum- und Steinmarder. Allen gemeinsam ist der langestreckte Körperbau, eine Anpassung an die Mäusejagd. Die Mehrzahl der Arten ist dämmerungs- oder nachtaktiv. Für die Marder sind Asthaufen und lockere Steinhaufen als Bau zur Aufzucht wichtig. Als Raubtiere fressen sie Mäuse, kleine Säuger, Vögel, deren Eier und Amphibien.

 

Rehe auf dem Golfplatz

Was für ein Anblick drei vierbeinige gut gebräunte Damen auf Abschlag 15! Mein Versuch sie nah zu fotografieren scheiterte hauptsächlich an meinen technischen Kenntnissen! Deshalb musste ich das Internet zu Hilfe nehmen. Die kleine Gruppe bestand vermutlich aus einer Ricke mit ihren Kitzen. Rehe haben eine Körperlänge zwischen 93- 140cm, eine Schulterhöhe von 54-84cm und wiegen zwischen 11-34Kg. Das grössere Gewicht und die Grösse gilt für Böcke. Nur die Böcke tragen ein Geweih. Zwischen Okt.- Nov. stossen sie es ab und innerhalb von 60 Tagen wächst ein Neues. Das Reh ist in ganz Europa verbreitet, wiegt im Schnitt im Süden weniger als im Norden.

Der Eisvogel

30. 09. 2014

Was für ein Highlight heute am Loch 2. Auf einem Stein am Wasser sitzt ein Eisvogel! Das türkisblaue Rückengefieder und der rostrote Bauch machen ihn unverkennbar. Männchen und Weibchen unterscheiden sich nur an der Schnabelunterseite, sie ist orange, er schwarz. Es muss sich um einen Vogel auf Wanderschaft, also auf Erkundungsflug handeln. An unseren Teichen auf dem Golfplatz wird er bestimmt nicht brüten können. Er bevorzugt für seinen Röhrenbau mit Kessel (40-80cm) eine Steilwand aus Lehm und festem Sand. Auf einer Warte sitzend beobachtet er die Fische, welche bis 7 cm lang sein können, taucht blitzschnell mit angelegten Flügeln, fängt den Fisch mit offenen Augen, und steigt mit Flügelschlag an die Wasseroberfläche und auf die Warte zurück. Das Ganze dauert 2-3 Sekunden. Der Vogel ist heute selten zu sehen, nicht zuletzt machen ihm die Uferverbauungen zu schaffen.

Der Schlehdorn

Der Schlehdorn (Prunus spinosa) oder Schwarzdorn aus der Familie der Rosengewächse, trägt ab September dunkelblaue Früchte. (Weg vor dem Clubhaus zu Green 18) Der Name ist indogermanischen Ursprungs und bedeutet bläulich. Schlehdorn gilt als Stammform der Kulturpflaume. So können denn seine Früchte wie Oliven eingelegt werden, als Marmelade, Likör, Saft oder Edelbrand verwertet werden. Die bitter schmeckenden Gerbstoffe werden durch den ersten Frost enzymisch abgebaut. Es empfiehlt sich also die Früchte erst nach dem ersten Frost zu ernten. Die Bedeutung als Wildstaude ist sehr vielfältig. Frühzeitig im Jahr blüht er weiss bevor die Blätter erscheinen, Bienen, Wildbienen, gefährdete Schmetterlingsarten leben von diesem Stauch. Da er Dornen aufweist und als Wurzelkriechpionier dichte Hecken entwickelt, bietet er Schutz vor Fressfeinden für brütende Vögel, andere Vögel spiessen an seinen Dornen überschüssige Nahrung für schlechte Zeiten auf (Neuntöter auch Rotrückenwürger genannt).

Edelkastanie

Edelkastanie (Castania sativa) aus der Familie der Buchengewächse, hierzulande „Marroni“ genannt, liegen wieder auf dem Weg zu Loch 2. Da haben z.B. Eichhörnchen nachgeholfen! Spät im Juni blüht sie. Die Edelkastanie ist einhäusig, männliche und weibliche Organe befinden sich in getrennten Blüten aber auf einer Pflanze. Trotzdem kann sie sich nicht selbst bestäuben und weist typische  Merkmale zur Insekten- und Windbestäubung auf. Jede Blüte ist von ihrer Anlage zwittrig, jedoch entwickelt sich nur ein Geschlecht auch weiter. Die Früchte (Nüsse) haben einen hohen Gehalt an Kohlehydraten und Saccharose. Sie unterscheiden sich daher von andern Nüssen die viel Fett enthalten. Der Proteinanteil ist frei von Prolamin und Glutein. Kastanienmehl ist daher nur in Mischung mit anderem Mehl backfähig. Während der beiden Weltkriege waren Marroni das Brot der Armen.

Die Mistel

12. 09. 2014

Die Mistel ( Gattung Viscum Familie Sandelgehölze) sobald die Blätter der Laubbäume fallen sieht man die Misteln kugelförmig bis zu 1m Durchmesser in den Aesten der Bäume hängen. Es ist ein Halbschmarotzer, das heisst die Photosynthese macht die Pflanze selber, nützt aber via Saugfortsatz, Primär-und Senkerwurzel das Leitungsgewebe des Baumes. Die Verbreitung übernimmt die Misteldrossel (Turdus viscivorus).Das Fruchtfleisch der glitschigen Beere passiert das Verdauungssystem des Vogels und der klebrige Samen bleibt an Aesten haften. Viscum heisst übersetzt Leim. Aus den Beeren wurde Leim für den Vogelfang gewonnen. (auf den Leim gehen!= Vogelfang). Die Kulturgeschichte erzählt von magischen Kräften. So bedeutet küssen unter einem Mistelzweig ewige Liebe, aufhängen an Türen Schutz vor Bösem. Der Druide Miraculix schneidet die Mistel mit der goldenen Sichel, die im Zaubertrank unglaubliche Kräfte fördert.

Sommergoldhähnchen

Das Sommergoldhähnchen begegnete mir zwischen Loch 6 und 7im Wald aus nächster Nähe. Es ist winzig und wiegt gerade mal 5 g so viel wie ein Zweifränkler! Mit einer Länge von 9 cm gehört es zu den kleinsten Vögelchen in Europa. Es bebrütet 7-12 kirschkerngrosse Eier, die das Gewicht der Vogelmutter übersteigen. Im Juni/Juli findet oft eine zweite Brut statt. Eine Meisterleistung! Im Gegensatz zu seinem Verwandten, dem Wintergoldhähnchen, zieht es im Winter in den Süden. Der Gesang des Sommergoldhähnchens ist sehr hoch wie srisrirsia und anschwellend. Das napfförmige Nest wird hoch in den Tannen an einem Ast aufgehängt bestehend aus Moos, Flechten und Spinnweben.

Grünes Heupferd

Grünes Heupferd aus der Familie der Laubheuschrecken (häufigste Art in Mitteleuropa). Es ist einfarbig grün, sitzt vom Nachmittag bis etwa 2.00h morgens in mindestens 30cm Höhe auf Büschen und Bäumen um zu singen. Die Temperatur darf nicht unter 12 Grad fallen. Die Männchen sind bis 36mm gross, die Weibchen bis 42mm. Sie besiedeln Trockenrasen, Brachen Weg-und Waldränder und ernähren sich räuberisch von Insekten und deren Larven, aber auch von krautigen Pflanzen. Fortpflanzung: Die Weibchen legen 200-600 Eier einzeln oder in kleinen Gruppen in den Boden. Die embryonale Entwicklungszeit dauert 1,5 bis 5 Jahre

Rasante Flieger über dem Golfplatz

Es sind alles Sommergäste  aus Afrika und es gehört ein bisschen Uebung dazu Unterschiede auszumachen. Ihr spindelförmiger Körper verleiht ihnen die aerodynamisch beste Form. Gemeinsam ist ihnen, dass sie sich von fliegenden Insekten ernähren. Diese stehen nur bei schönem Wetter zur Verfügung. Beste Nahrungsquellen sind Viehställe, Miststöcke, Hecken, Gewässer, grosse Bäume und Obstgärten. Sie nisten in Felsspalten, unter Dächern und im Stall. Die Rede ist  von Seglern und Schwalben. Der Grösste ist der Alpensegler mit bis 60cm Spannweite, es folgt der Mauersegler (Spyr) mit etwas mehr als 40cm, die Rauchschwalbe 35cm  und die Mehlschwalbe 30cm. Wir Menschen sehen gewöhnlich die Unterseite dieser Vögel. Es gilt die schwarz/weiss Zeichnung, die Flügelform, den Grössenvergleich und die Schwanzspitzen zu merken.

Das Eichhörnchen

Bei uns ist das rote Eichhörnchen heimisch. Sein Revier sind die Tannenwälder und die Tannzapfen und Knospen die Hauptnahrung. Selbst die Anzahl Jungtiere steigt, je nach Verfügbarkeit der Tannzapfen, (Tannen tragen alle 4-5 Jahre mehr Zapfen als in den Jahren dazwischen). Angeknabberte Tannzapfen kann man im Wald zwischen Loch 6 zu Loch 7 finden. Als Nager sind seine vorderen Zähne stetem Wachstum unterworfen, daher frisst es auch Nüsse um das Zahnwachstum in Grenzen zu halten. Zwischen Ende Februar und April werden 3-8 blinde, nackte Junge geboren. Das Nest (Kobel), eine Hohlkugel, befindet sich in 5-15m Höhe. Die Mutter hat mehrere Nester gebaut um bei Gefahr die Jungen einzeln in ein anderes Nest zu tragen. Sein grösster Feind ist der Habicht.

Das Brutgeschäft und das Vogelei

Das Brutgeschäft. Neben den Nährstoffen gelangen vom Mutterorganismus auch Hormone Progesteron und Corticosteron, sowie das Immunsystem stärkende Carotinoide in das Ei. Letztere sind natürliche Farbstoffe und diese sind Vorläufer von Vitamin A. Die Farbe des Eidotters bei Hühnern deutet je oranger er erscheint auf einen hohen Carotinoidgehalt hin. Wie viele Nährstoffe, Hormone und Immunfaktoren  in das Ei gelangen hängt von den Genen und dem Zustand der Mutter ab. So können Nahrungsverhältnisse,  Dichte von Artgenossen, Feinddruck und Parasiten ganz unterschiedlich auf die Mutter und auf die Menge von ihr in die Eier gegebenen Stoffen auswirken.

Das Vogelei ist eine beliebte und hochwertige Nahrung. Daher gibt es verschiedene Verhaltensweisen von Seiten der Vogeleltern um ihre Eier zu schützen. Brüten auf schmalen Felsbändern, hinter einem Wasserfall, in Kolonien, Tarnfarben, das Gelege zudecken, der Altvogel spielt verletzt (verleiten), oder er landet weiter weg vom Gelege. Auch der Mensch hat einige Zeit Eier der wild lebenden Tiere gesammelt und vor allem  an Europas Küsten die Seevögel dadurch dezimiert.

Wann ist ein Hühnerei frisch? Legt man ein Hühnerei ins Wasser und sinkt es auf den Boden sodass Spitz und stumpfes Ende horizontal liegen ist es wenige Tage alt. Bleibt es auf dem Spitz stehen ist es  3 Wochen alt. Bleibt es aber an der Oberfläche ist es 6 Wochen alt.

 

Die Brutsaison

Die Brutsaison ist in vollem Gange. Dies führt zur uralten Frage: Was war zuerst? Das Huhn oder das Ei ? Heute kann die Zoologie eindeutig antworten, es war das Ei. Jedes Individuum beginnt als Ei, auch der Mensch.  Die Kalkschale des Vogeleies schützt vor Beschädigung (Insektizide wie DDT und PCB verändern den Kalziumstoffwechsel, die Schale wird dünn und zerbricht unter den brütenden Altvögeln). Sauerstoff gelangt durch die Kalkschale durch winzige Poren ins Ei und das bei der Atmung entstehende Kohlendioxyd und Wasser durch die Poren wieder hinaus. In 21 Bruttagen nimmt ein Hühnerei 6Liter Sauerstoff auf und gibt 7 Gramm Wasser sowie 4,5 Liter Kohlendioxyd ab. Der Kalkschale wird teilweise Magnesium und Kalzium entzogen für den Aufbau des Embryoskeletts. Die Schale wird dünner und der Jungvogel kann die Schale besser durchbrechen. Der Porenquerschnitt wird grösser und ermöglicht dem wachsenden Embryo eine intensivere Atmung. (Ausschnitte aus Ei, Ei, Ei der Vogelwarte Sempach).

Tagfalter auf dem Golfplatz

Während zweier Jahre wurden die Tagfalter von Frau S. Marthaler untersucht. Der Bericht zeigt 25 Schmetterlingsarten auf. Dies ist eine gute Anzahl Schmetterlinge. 3 gefundene Arten werden auf der roten Liste geführt. Der kleine Feuerfalter (Pyrgus malvae)  wurde auf dem Golfplatz erstmals im Kt. Schwyz nachgewiesen. Schmetterlinge besiedeln die verschiedensten Lebensräume.  Sie zu fördern heisst einheimische Blumen, Büsche und Bäume  zu pflanzen, andererseits bei der Pflege des Platzes auf verschiedenes Rücksicht zu nehmen. Natürlich gilt das auch für unsere anderen Tier- und Pflanzenarten. Ihnen zu helfen heisst: Gestaffelter Grasschnitt, Rückzugsstreifen über Winter stehen lassen, Standort des Streifens wechseln, Waldränder auslichten, genügend grosse Ufervegetation lassen,  Weichhölzer fördern, Kleinstrukturen fördern (Ast-Holz-und Steinhaufen) anlegen.

Der Star (Sturnus vulgaris)

Als Zugvogel ist er bereits Mitte Februar aus dem westlichen Mittelmeerraum bei uns zurück. Vielen Menschen fällt er auf wenn er am Abend gesellig mit seinen Artgenossen Schlafbäume aufsucht und kontinuierlich lärmt. Seine Fähigkeit zu imitieren und Gesangsfragmente von 70 Vogelartens in seinem Gesang zu verwenden, kann manchmal verwirren. In der Schweiz schätzt man 150-220'000 Tiere. Sie sind 19-22 cm gross ca. 75 -90 Gramm, legen 4-6 Eier in Baumhöhlen und Gebäuden oder in Nistkästen bei grossen Einfluglöchern. Sie fressen Insekten, Würmer, Beeren, Samen. Seine Feinde sind Falken, Habicht, Sperber. Der Star legt türkis-blaue Eier.

Flugküste am Himmel

Sie zeigen wieder ihre Flugkünste am Himmel! Der Mäusebussard (runder Schwanz) und der Rotmilan (tief gegabelter Schwanz, früher Gabelweihe). Beim Rotmilan, unser drittgrösster Vogel (Spannweite 1,60 Meter und 60cm lang), kann man sehr schön beobachten wie er mit dem Schwanz steuert. Manchmal kann man eine „Geschenk“  Übergabe beobachten. Der tiefer fliegende Vogel dreht kurz auf den Rücken und fängt das Geschenk z.B. eine Maus. Beide bewohnen gerne Kulturland mit Wald und Feldgehölzen. Sie sind Wartenjäger, oft sitzen sie stundenlang auf einem Ast, bis der geeignete Moment kommt zum Zugreifen. Für den Bussard spielt die Feldmaus eine grosse Rolle, der Rotmilan frisst auch Vögel, Reptilien, Amphibien und Aas. Beide Vögel nisten in Horsten zwischen 5-25 Meter hoch. Jetzt ist die Zeit wo die Horste gebaut oder ausgebessert werden. Im April manchmal im März beginnt das Weibchen vom ersten Ei an zu brüten. Gewöhnlich sind es 2-3 Eier. Die Brutzeit beträgt 30-34 Tage, die Nestlingszeit 40-50 Tage. Das Nesthäckchen dient meistens zum Überleben des Erstgeborenen.