Laichkraut

Am Loch 6 gibt es einen Teppich von Blättern auf der Wasseroberfläche zu beobachten. Es handelt sich um das schwimmende Laichkraut. Im Gegensatz zu andern Laichkräutern hält es sich nicht mit Wurzeln in der Tiefe fest. Viele Schwimmpflanzen sind Nährstoffkonkurrenz für Algen. Sie bedecken die Wasserfläche und nehmen den Algen das Licht weg. Schaut man in einen Teich und betrachtet die Pflanzen im Wasser, so scheinen sie zu stehen, doch sobald man sie in Händen hält sind sie schlapp. Da sie nur mit der Bewegung des Wassers mitgehen besitzen sie zähe, biegsame Stängel die in der Luft nicht stehen.

Igelkolben

Im Teich am Loch 2 fällt ein dicht wachsendes, aufrechtes Kraut auf. Es blüht im Moment noch.  (Mai-August). Auf dem nebenstehenden Bild erkennt man aufrechte Stängel im unteren Teil mit grossen, stacheligen Kugeln, daher der Name. Dies sind die weiblichen Elemente der Pflanze sie umschliessen den Fruchtkern mit einer Narbe darauf. Die männlichen Kügelchen befinden sich im oberen Teil des Stängels. Die Pflanze wird Windbestäubt, aber es gibt auch Selbstbestäuber Arten. Die Vermehrung geschieht über unterirdische Rhizome (Ausläufer).

Taubenschwänzchen

Immer wieder kann man es auf der Terrasse an den Geranien beobachten. Wie ein Kollibri steht es in der Luft und saugt Nektar mit seinem etwa 25 mm langen Rüssel aus den Geranien Blüten. Auch bei Wind ist seine Position zur Blüte, dank des ausgezeichneten Sehvermögens, konstant. Das Insekt, welches rückwärts fliegen kann (eines der Wenigen) und 0,3 g wiegt, gehört zu den Schmetterlingen zur Familie der Schwärmer. Unüblicherweise zu den andern Schwärmern ist es Tagaktiv. Der Name stammt von den zweigeteilten  Haarbüscheln (eigentlich sind es Schuppen) am Hinterleibsende die einer Taube ähneln. Vom Süden wandert der Falter ein, besiedelt hier Blütenreiche Wiesen mit Vorzugsweise Labkraut und pflanzt sich, mit ca. 200 Eiern pro Weibchen, bei uns noch einmal fort.

Eidechsen

In der Schweiz kommt die Smaragd- die Zaun- die Mauer- und die Waldeidechse vor. Vergangenen Freitag begegnete uns das flinke Reptil. Die etwa 20 cm Länge und das schmale Erscheinungsbild lassen mich vermuten, dass es sich um eine Mauereidechse handelt. Es gibt verschiedene Mauereidechsen und es ist unklar welche Unterarten in der Schweiz leben. Hinsichtlich der Lebensräume ist sie nicht so wählerisch und vermutlich deswegen häufig. Typische Lebensräume sind jedoch Trockenmauern, Lesesteinhaufen, Felsfluren oder Kiesgruben da sie wärmeliebend ist. Sie ist aber auch ein Kulturfolger und kommt im Siedlungsgebiet vor, wo ihnen die Katzen das Leben schwer machen. Das Nahrungsspektrum der Eidechsen ist breit, gefressen werden vor allem wirbellose Tierchen. Die Paarungszeit ist im Frühjahr, sie erfolgt mit einem Biss im Flanken- oder Schwanzwurzelbereich durch das Männchen. Das Weibchen wird so festgehalten und begattet. Ca. 4 Wochen später  legt das Weibchen bis zu 10 Eier an feuchtwarmen Stellen ab. Die Entwicklungszeit ist temperaturabhängig und liegt bei 6 bis 11 Wochen. Die Waldeidechse als Ausnahme ist lebend gebährend (Vivipar).

Amphibienmonitoring

Dieses Jahr habe ich die Amphibienarten auf dem Golfplatz in 3 Zeitfenstern bestimmt. Alle Teiche sind nun mit Koordinaten versehen.  An Hand der Lebensweisen der Amphibien und des benötigten Umfeldes lässt sich vorhersagen welche Arten sich hier wohlfühlen. Die Schweiz kennt 20 Amphibienarten. Sie werden in Frosch- und Schwanzlurche eingeteilt. Auf dem Golfplatz leben 5 Froschlurcharten und 1 Schwanzlurchart. Zu ersteren gehören Grasfrosch, Erdkröte, kleiner Wasserfrosch, See- und Teichfrosch und zu letzterer der Bergmolch. Leider ist der Seefrosch nicht einheimisch und seine Verpaarung mit dem einheimischen kleinen Wasserfrosch führt zum Hybrid = Teichfrosch.  Weniger bekannte Amphibien wie die Gelbbauchunke brauchen Tümpel von 10 cm Wasser die durchaus zeitweilig austrocknen können, dadurch können sich keine Fressfeinde entwickeln. http://www.karch.ch/karch/d/amp/rle/rlefs2.html

Maulwurf

Ein interessantes, leider totes Tier begegnete mir gestern am Abschlag Damen blau 9, ein Maulwurf. Wie alles in der Natur ist auch er perfekt an seine Umgebung angepasst. Sein Fell hat keine Richtung deshalb kann er vor- oder zurück laufen. Seine Vorderfüsse sind Grabgeräte. Damit gräbt er je nach Bodenbeschaffenheit 7m pro Stunde. Die Nase und das Gesicht verfügen über sehr sensible Tasthaare. Er kann wahrscheinlich nur hell und dunkel unterscheiden. Da er in den Gängen lebt und hier wenig Sauerstoff vorkommt, besitzt er einen hohen Anteil an Haemoglobin im Blut, damit ist während seiner Winter- und Sommertätigkeit die Sauerstoffversorgung gewährleistet. Die immerwährende Dunkelheit verlangt keinen Tagesrhythmus, so ist er interwallmässig aktiv. Seine Gänge liegen im Schnitt bei 50-80 cm unter der Erde und können 200 m betragen. Im Winter wenn es gefroren ist kann man aber auch an der Oberfläche Gänge sehen. Er ist ein reiner Fleischfresser, (Regenwürmer) er ist Einzelgänger nur zur Paarungszeit im März/April ändert sich das kurz. Das Weibchen bringt 2-7 Junge in der Nestkammer auf die Welt. 

Die Stockente

Die Stockente am Teich von Loch 6 hat 2 Junge. Man kann den Enten auch auf dem Fairway  begegnen wo die Vögel Pflanzen, Früchte, Würmer fressen. Kommen dann die Menschen eilen alle ins Wasser. Dieses Verhalten ist angeboren. Im Wasser entspannen sich die Vögel, denn es schützt sie vor Marder, Fuchs und Greifvögeln ihren natürlichen Feinden. Natürlich ernähren sie sich auch von Weichtieren im Wasser und als Gründelenten rupfen sie von den Wasserpflanzen die sie mit “den Schwänzchen in die Höh“ mit den Schnäbeln erreichen können. Die Stockente ist fast überall auf der Welt verbreitet. Ihr bekanntestes Höchstalter ist 26 Jahre.

Der Mauersegler

01. 07. 2013

Der Mauersegler (Spyr) ist ein interessanter Vogel. Ausser wenn er brütet ist er immer in der Luft. Er fliegt bis in Höhen von 3000m, schläft und paart sich sogar in der Luft! Seine Beinchen eignen sich gerademal um sich festzukrallen an einer Mauer, daher setzt er sich nie freiwillig auf den Boden. Gewöhnlich fliegen sie gemeinsam über den Siedlungen  und können mit bis zu 200km pro Stunde um die Häuser flitzen.

Ihr Nest bauen sie mit Pflanzenmaterial und Speichel, dieser härtet, und 2-3 Eier werden hineingelegt. (dieses Nest ist für die Asiaten eine Delikatesse = birds nest soup!)

Der Vogel muss sich aus dem Nest fallen lassen können, bevor er mit den Flügeln schlagen kann. Er braucht deshalb einen freien Raum und einen hochgelegenen Brutplatz. Bei schlechter Witterung bleibt die Fütterung aus, aber die Jungvögel können ihre Körpertemperatur und die Atemfrequenz herabsetzen damit sie überleben können. Der Spyr ist unter den Kleinvögeln sehr langlebig und kann über 20 Jahre alt werden. Sein Problem ist die Nistmöglichkeit. Die heute dichten Häuser bieten keine Spalten mehr. Die Vögel nehmen aber spezielle Nistkasten an und sie lieben es in Gruppen zu leben. Ihr Winterquartier ist das südliche Afrika.

Infos zu Nisthilfen sind in der Vogelwarte Sempach zu bekommen

Stieglitz

29. 05. 2013

Stieglitz (carduelis carduelis) ist in der Schweiz ein häufiger Brutvogel und dieses Jahr hat er mir sein Nest verraten! Die Weigelie neben der Caddyhalle scheint ihm passend zu seinem Gefieder gewesen zu sein. Der farbenprächtige Vogel und sein Gesang  machten ihn bereits bei den Römern beliebt als Käfigvogel!! Ausserdem lässt er sich leicht mit Kanarienvögeln kreuzen. Der Volksname Distelfink verrät wo er sich gerne aufhält, nämlich auf Disteln. Sein Schnabel kann die feinen Samen aus der Pflanze picken. Der Name Stieglitz ist von seinem Kontaktruf „stiglit“ abgeleitet.

Hausrotschwanz

Hausrotschwanz Er ist ein Nischenbrüter und schon fast hatte ich ihn für dieses Jahr aufgegeben. Doch der „alte Vogel“ ist gekommen! Vögel können sich an ihren letztjährigen Standort erinnern. Dazu hat man Anhaltspunkte im Oberschnabel und Auge gefunden. So füttern gegenwärtig beide Eltern  wahrscheinlich 3 Jungvögel. Der Standort ist diesmal li vom Eingang der Caddyhalle, somit 1,5 Meter vom letztjährigen Standort entfernt.

Orchideen

Das Knabenkraut blüht wieder am Abschlag 8. Es dürfte sich um das Dactylorhiza traunsteineri handeln benannt nach dem Entdecker. Unsere Orchideen wachsen alle aus der Erde, im Gegensatz zu den im Laden angebotenen. Orchideen sind Spezialisten und ihre Entwicklung ist komplex. Der winzige Same muss auf die geeignete Unterlage treffen genügend Feuchtigkeit erhalten, sowie auf kleine Pilze treffen welche in verfaulenden Pflanzenteilen leben. Diese „Ammenpilze“ nisten sich in die kleine Keimpflanze ein und versorgen sie mit organischen Verbindungen und bestimmten Wirkstoffen. Eine Orchidee auszugraben und zuhause einzupflanzen wird scheitern.

Vorzeitige Mahd (Schnitt) der Wiese unterhalb Tee 18 und entlang der Zufahrt zum Golfplatz.

Gemäss der eidgenössischen Direktzahlungs-Verordnung vom Dez. 1998 dürfen extensiv genutzte Wiesen nicht vor dem 15. Juni geschnitten werden. Die Fachstelle für Naturschutz kann jedoch nach Oekoqualitäts-Verordnung vom April 2001, in unserem Fall bei massiven Aufkommen von Klappertopf, von ersterer Verordnung abweichen. Der Klappertopf ist ein Halbschmarotzer. Er bildet Saugwarzen an Wurzeln benachbarter Pflanzen und dringt in deren Leitungsbahnen ein. Dadurch schädigt er die Wirtspflanzen. Aus diesem Grund mussten diese Wiesen vorzeitig geschnitten werden.    Eine vorzeitige Mahd verhindert die Samenreifung. Nächstes Jahr sollten also weniger Klappertöpfe wachsen.

Der Lindenbaum

Der Lindenbaum (Tilia) (Weg zu Tee 1) ist der Baum unter dem man sich trifft, Symbol der romantischen, heimlichen Liebe, Symbol für Heilkraft, positiv belebende Energie. Der Name beinhaltet das Wort „lind“ welches für biegsam, weich und beweglich steht. Daher wurden früher Rechtsstreitigkeiten unter den Linden diskutiert um die Wahrheit zu finden. Oft stehen diese Bäume auf Kuppen, weithin sichtbar. Im Mittelalter galt das Holz als heilig. Viele Kirchenfiguren wurden daraus geschnitzt.  Der Lindenblütentee wird bei Erkältungen getrunken. Der Duft der Blüten ist beeindruckend und für Bienen unwiderstehlich. In Mitteleuropa sind Sommer-und Winterlinde heimisch. Letztere besitzt etwas kleinere Blätter, Blattstiele sowie die Blattoberseite sind kahl. Daneben gibt es noch andere Sorten.

Graureiher (früher: Fischreiher)

20. 05. 2013

Er ist anpassungsfähig und in jüngster Zeit zu einem Kulturfolger geworden. 2003 hat man 1360 Paare in der Schweiz gezählt.

Er jagt Kleinsäuger im Kultur- und Brachland sowie in den Strassenböschungen, Amphibien in Feuchtgebieten und an Weiherufern sowie Fische und Krebstiere.

Der Graureiher errichtet einen Horst in hohen Bäumen (zwischen 10 und 40 m) vorzugsweise auf Fichten und Tannen. Er brütet einzeln, bei grossem Nahrungsangebot brütet er in Kolonien und ist Standorttreu. Das Männchen beginnt im Februar/ März mit dem Nestbau, bevorzugt alte Horste. 3-5 Eier werden in Abständen von 2 Tagen gelegt. Jungtiere fliegen im Alter von 8/9 Wochen.

 

Brutsaison 2013

04. 06. 2013

Die Brutsaison 2013 startet nass und kalt. Vor allem die Kälte birgt Probleme für die Aufzucht von Jungtieren. Ihr Bedarf an Eiweiss ist enorm, da die Vögel innerhalb von 2-3 Wochen erwachsen sind. So verfüttert eine Kohlmeise bei einer 5-köpfigen Familie einen 35 Liter Abfallsack Insekten. Bei solcher Witterung gibt es aber bedeutend weniger Insekten. Nasses Wetter kennen die Vögel, sie haben Federn. Allerdings wachsen sie den Jungvögeln erst und so ist es denn bei den Offenbrütern, also Vögeln, welche kein Häuschen oder Nischen benützen, bedeutend schwieriger ihren Nachwuchs warm zu halten. Vogelarten haben die Möglichkeit bei widriger Witterung ihren Stoffwechsel zu senken, aber nur für eine begrenzte Zeit. Im Herbst wird sich zeigen welche Auswirkungen diese Brutsaison hatte.   

Gemeine Heideschnecke

Schnecken-die ungeliebten Wesen

Schnecken gehören zu den Weichtieren und kommen als einzige Weichtiere auch an Land vor. Die Schweiz kennt 254 Schneckenarten. Nur 35 Arten tragen kein Haus mit sich. Der spiralige Aufbau des Hauses erlaubt ein kontinuierliches Wachstum. Die Schnecke selbst hört einmal auf zu wachsen und wird im Falle der Weinbergschnecke 5-10 Jahre alt.  Die meisten Landlebenden Schnecken ernähren sich von vermodernden Pflanzenteilen, Pilzen, Algen, Moosen, Flechten und gelegentlich von tierischem Kot und As. Schädlinge und Nützlinge: ist eine Einteilung die wir Menschen gerne vornehmen. Dabei geht es immer darum ob es uns persönlich nützt oder Schadet. Im Falle des abgefressenen Salates könnte man dies fast verstehen. Dass die harmlosen Schnecken mit vergiftet werden stört wenig. Tatsächlich sind aber die meisten Schnecken zuständig abgestorbenes in wertvollen Humus umzuwandeln. Die Schnecken ihrerseits werden von Kröten, Fröschen, Blindschleichen, Spitzmäusen und Igel gefressen. Der wohl bekannteste Schneckenjäger ist die Singdrossel. Sie schlägt die Gehäuse auf einem Stein auf, im Volksmund „Drosselschmiede“ genannt. Am Loch 17 tun dies sogar die Krähen. (früherer Bericht)

 

Mahonie

Beim Treppenaufgang zum Restaurant oder zu den Garderoben befindet sich eine stark duftende Pflanze. Sie  ist in Nord- und Mittelamerika beheimatet und dort die Staatsblume. Es handelt sich um die gewöhnliche stechdornblättrige Mahonie. Die Blüten ziehen Bienen und Hummeln an und ihr Duft ist sehr intensiv. Sie blüht bereits im März, später entwickelt sie blaue Beeren die als Marmelade gegessen werden können. Die Pflanze ist mit der Berberize verwandt, hat aber an den Zweigen keine Dornen nur an den Blättern. Bei uns ist sie ein invasiver Neophyt. Durch die unterirdischen Ausläufer verdrängt er einheimische Pflanzen. Die Lage zwischen der Betonwand und der Treppe wird die Pflanze etwas in Schranken halten.

Steinhaufen

Was sollen die Steine an der Ecke zu Green 18? Die Verbreiterung des Weges brachte Steine zutage. Wärmeliebende Eidechsen und Blindschleichen zum Beispiel finden hier Wohnung und Versteck. Unser Greenkeeper Erich hat die Steine noch ergänzt so ist es nun eine Reptilienburg. Mit den vorgesehenen einheimischen Büschen wie Schwarzdorn, Kornelkirsche und Schneeball werden Bienen, Insekten und Nistmöglichkeiten für Vögel  gefördert. Zusammen mit der angrenzenden Blumenwiese ein wunderbares Biotop. Die Büsche wachsen langsam und niedriger als die Bäume zuvor. Der Blick auf den Pilatus durch die neuen Fenster bleibt also ungetrübt.

Grasfrösche

27. 06. 2012

Die Grasfrösche haben ihre frostsicheren Verstecke, wie alte Nagetierbauten, Wurzelgänge oder Verstecke unter Totholz verlassen. Am Weiher vom Loch 6  sind dieses Jahr 120 Laichballen abgelegt worden, also hatten sich 240 Frösche versammelt. Die Wanderung findet zwischen Mitte Feb. bis Anfangs April statt. In der Regel nach 19.00 bei Regen ab 4° und ohne Regen ab 10°.Amphibien legen zwischen ihren Ueber-Winterungsorten, den Laichgewässern und den Sommerquartieren einige Meter bis einige Kilometer zurück. Zuerst kommen die Männchen und anschliessend die Weibchen. Sie versammeln sich oft noch an den halb zugefrorenen Teichen an der wärmsten Stelle um sich zu paaren. Die Befruchtung der Eier vollzieht sich ausserhalb des weiblichen Körpers indem das Weibchen portionenweise die Eier ins Wasser gibt, während die Männchen gleichzeitig das Sperma ausscheiden. Der Laich ist anfangs bläulich, danach quillt er auf und wird er immer weisser.

 

Dieser Winter dauert für uns Menschen schon zu lange!

27. 06. 2012

Dieser Winter dauert für uns Menschen schon zu lange! Trotzdem fällt auf, dass die Vögel bereits vermehrt singen. Sie bereiten sich für die „Hohe Zeit“ vor mit einem Gesang der nur zu dieser Zeit im Jahr hörbar ist. Es ist der schönste Gesang für die Partnerwerbung und zur Revierverteidigung. Der Vogel singt nicht mit dem Kehlkopf (Larynx), sondern mit einer Membran zwischen Luftröhre und Bronchien (Syrinx), also anatomisch gesehen näher am Herzens als der Kehlkopf. Deshalb auch der Ausdruck „von Herzen singen“. Die Zugvögel kehren nach einem klaren Zeitplan zurück. Das Wetter kann zwar den Fahrplan der Vögel verschieben aber nicht grundlegend verändern. Die ersten Rückkehrer sind diejenigen aus dem Mittelmeerraum, diejenigen aus dem tropischen Afrika treffen später im Jahr ein. http://www.vogelwarte.ch/die-rueckkehr-der-zugvoegel.html