Nistkastenkontrolle

01. 11. 2009

Nistkästen werden aufgehängt, um die fehlenden Höhlen alter Bäume zu ersetzen. Ein Häuschen wird in der Öffentlichkeit eher akzeptiert als ein Loch in einem Baum; dieser könnte ja ,weil geschwächt, umfallen. Doch es kann Jahre dauern, bis er fällt, denn die Natur weiss mit sich selbst umzugehen.

Höhlen können vom Specht leichter gezimmert werden. Durch Pilze und Käfer entstehen aber auch Höhlen, die von Meisen, Fledermäusen, Eulen, Siebenschläfern etc. benutzt werden, weil sie selber nicht in der Lage sind, Höhlen zu zimmern. Gerne spricht man daher von das "Totholz lebt".

Das Ende eines Baumes ist der Humus. Diesen wiederum hätten wir gerne in unsern Gärten. Die diesjährige Kontrolle von nunmehr 13 Kästen ergab ein „full house“. Nur der Fledermauskasten blieb unbesetzt. Tote Jungvögel oder unbebrütete Eier kommen vor, doch bei 4-6 Eiern pro Gelege und zwei Bruten im Jahr stirbt eine Art nicht aus. Der Wohnungsmangel ist heute in der Schweiz das grösste Problem  für die Vögel.

 

Der Walnussbaum

Walnussbaum (echte Walnuss, lat. juglans regia)

Der Walnussbaum auf dem Fairway 2 ist wahrscheinlich einer der "bekanntesten" Bäume auf dem Golfplatz. Zeit ihn vorzustellen: Sein Alter kann 150-160 Jahre betragen; das gibt also noch lange Ärger! Das Höhenwachstum, 15-25 Meter, endet mit 60-80 Jahren. Walnussgewächse bestehen aus acht Gattungen mit ca. 60 Arten. Vermutlich handelt es sich auf dem Fairway 2 um die Piemonteser Walnuss. Als grösste Nuss ist sie eher eine Zierfrucht. Sie lässt sich schlecht öffnen und enthält wenig Frucht im Vergleich zur Grösse. Die vermutete Herkunft ist Syrien, West- und Südanatolien, wo die Bäume die Eiszeit überlebt haben. Die natürliche Verbreitung ist das östliche Mittelmeer und die Balkaninsel bis Mittelasien. Heute beherbergt Kirgistan die grössten Nussbaumbestände der Welt.

Der Walnussbaum ist einhäusig getrenntgeschlechtig. Das heisst, die männlichen und weiblichen Merkmale sind an ein und demselben Baum (Kiwis, Stechpalme brauchen zwei separate Bäume). Die männlichen Kätzchen erscheinen im Spätsommer und überwintern als Knospen, die weiblichen Knospen entstehen nächstes Jahr. Sie bestehen aus 2-25 Einzelblüten.

Nutzen: neben den Nüssen werden halbreife Nüsse und Laub als Extrakte in der Naturheilkunde eingesetzt und die grüne Umhüllung als Tönungs- und Färbemittel für Holz und Textilien verwendet. In der Weinbrandindustrie wird die Baumrinde als Alterungsmittel eingesetzt. Natürlich dürfen der Likör und das Oel nicht unerwähnt bleiben.

Der Unterbewuchs ist  spärlich, da der Baum  Hemmstoffe ausscheidet (biochemische Abwehr = Allelopathie). Die Blätter sind besonders Gerbstoffreich, d.h. sie verrotten schlecht. Insekten meiden den Walnussbaum. Der Baum gilt als Symbol der Fruchtbarkeit.

Die Wildhecke

Hecken sind förderungswürdige, oekologische Ausgleichsflächen. Nach dem heutigen Naturschutzgesetz sind diese Biotope geschützt. Es handelt sich um einen dichten, wenige Meter breiten Gehölzstreifen aus einheimischen Büschen (Cornelkirsche, Schwarzdorn, Pfaffenhütchen, Heckenkirsche, Heckenrose, gemeiner Schneeball,Liguster,Hollunder, vereinzelt Haselnussstrauch). Früher wurden sie als Wind-und Erosionsschutz, zur Parzellenbegrenzung, oder als Viehzäune gepflanzt.
Hecken senken die Windgeschwindigkeit,verhindern Bodenverwehungen und senken die Wasserverdunstung, halten mit ihren Wurzeln an Hängen den Boden zusammen, damit verhindern sie Erdrutsche.
Die Hecke sollte immer mit einem Krautsaum verbunden sein. Ein Streifen Land, welcher nicht intensiv gemäht wird, sodass das Blütenangebot gross ist, Pflanzen die im intensiv genutzten Kulturland nicht überleben können.
Hecken sind so bedeutungsvoll, weil sie für sogenannte offenbrütende Vögel (Neuntöter, Mönchsgrasmücke) als Nist-und Nahrungsplatz dienen aber auch als Schutz für Igel und Kleinsäuger.Viele Insekten finden ausgezeichnete Fortpflanzungs- und Ueberwinterungsbedingungen.
Cornelkirsche, Hollunder, Schwarzdorn (bekannter unter Schlehe) sowie die Hagebutte und natürlich die Haselnüsse könnten auch vom Menschen genutzt werden.
Achtung :Die Pflege der Hecke erfolgt erst im Februar. Momentan brauchen die Vögel noch ihre Beeren für ihren Flug nach Afrika und für den kommenden Winter.

Der Vogelzug

Die Zugvögel besitzen eine „innere Uhr“, die sich am saisonalen Verlauf der Tageslänge orientiert. Das abnehmende Tageslicht signalisiert den Vögeln, dass es Zeit wird, Fettreserven aufzubauen. Die Unrast der Vögel steigt. Versuche haben gezeigt, dass gefangene Vögel nachts stundenlang hin und herschwirren und alle wollen in die gleiche Richtung, in den Süden.
Für den Zug wird das Federkleid erneuert (Mauser), denn nur mit einem intakten Federkleid lässt es sich gut fliegen. Vögel brauchen für ihre Wanderung Treibstoffreserven sie legen sich ein Fettpolster zu. Das grosse Angebot von Beeren und Früchten also kohlenhydratreiche Kost und das häufigere fressen hilft dem Vogel die Reserven bis zum doppelten Gewicht aufzubauen.(Bericht 2008) Auch der Stoffwechsel stellt sich um während der Zugzeit, sodass der Vogel während des Fluges bis zu 95% der benötigten Energie aus dem Fett beziehen kann. Er braucht also vorerst nicht für die Nahrungssuche zu landen.

Der Rotmilan


Momentan sieht man ihn kreisen über dem Golfplatz und scheinbar braucht er keinen Flügelschlag, nur den Schwanz sieht man sich bewegen.Damit steuert er, gleichzeitig bedeutet das, dass er auf der Suche ist,er patrulliert nach Beute. Die „Adleraugen“ der Greiffe sind sprichwörtlich. Das Auflösungsvermögen der grossen Greiffvogelaugen ist dank einem Vielfachen an Sehzellen klar besser als  jenes der Menschen (pro Flächeneinheit 5-6mal mehr). Greiffvögel sehen auch im Ultraviolettbereich. Deshalb nehmen sie Urinspuren von Kleinsäugern wahr und können rasch erkennen, ob ein Gebiet reich an Beutetieren ist. Der Blickwinkel von 220° gewährt eine optimale Sicht. Sein Verbreitungsgebiet ist seit 1945 zunehmend ausgeweitet. Er findet genügend Nahrung und wird nicht mehr abgeschossen. Im Mittelland und Voralpen ist er unser grösster Greiffvogel.

 

 

 

Die Eberesche (Sorbus aucuparia), Vogelbeerbaum

16. 08. 2009

Sie trägt zur Zeit die orangeroten in Dolden hängenden Beeren. Bei genauem hinsehen kann man aber die Form kleiner Äpfelchen erkennen. Die Eberesche gehört denn auch zu den Kernobstgewächsen.
Der zierliche Baum mit lockerer Krone wächst praktisch auf allen Bodenarten. Er wird 80 Jahre alt, manchmal älter, kann 25 Meter hoch werden und weist mehrere Stämme auf. Die Blühfähigkeit erreicht die Ebersche mit 5-6 Jahren.
Der deutsche Name weist auf die Bedeutung des Baumes hin. Momentan sind 63 Vogelarten 31 Säugetiere und 72 Insektenarten als Nutzer des Baumes und der Früchte bekannt. Manche der Tiere wie Eichehäher, Siebenschläfer, oder Feldmaus legen Wintervorräte an, finden aber nicht mehr alle Früchte und tragen so zur Vermehrung bei.
Im Volksglauben hält sich die Aussage, dass die Beeren giftig sind hartnäckig. Dies ist aber falsch. Man kann Marmelade, Gelee und Saft herstellen.
Die Naturheilkunde wendet das Mittel gegen Husten, Bronchitis und Magenverstimmung an. Die evidenzbasierte Medizin spritzt das Mittel zur Senkung des Augeninnendruckes und für Diabetiker wird Zuckerersatz gewonnen.

Die Wespen- oder Zebraspinne

16. 08. 2009

Zur Zeit kann man zwischen dem Abschlag blau bzw. rot am Loch 15 Kokons der Wespenspinne beobachten. Darin entwickeln sich ca. 300 Jungspinnen. Sie schlüpfen im September, bleiben aber bis zum nächsten Mai/Juni im Kokon und ernähren sich vom Eikuchen. Sie bleiben also 8/9 Monate im Kokon, daher sollte nicht gemäht werden. Die Mitte des Netzes einer Wespenspinne ist unverkennbar mit einem Zickzack-Muster versehen, welches zwischen 20-70 cm über dem Boden angelegt wird. Die Paarung findet im Juli/August statt. Das Männchen, (ca. 4-6mm gross), zupft den Signalfaden des Netzes, dadurch wird das Weibchen (20-25mm gross) beruhigt und lässt es in einen schlafähnlichen Zustand versinken. Das Männchen kriecht unter den Bauch des Weibchens. Die Paarung dauert etwa 10 Sekunden, dann muss das Männchen schleunigst verschwinden sonst wird es gefressen. Ausserhalb der Paarung sind Heuschrecken die Nahrung der Wespenspinnen. Die Lebenserwartung der Spinne ist gewöhnlich ein Jahr.
Die ursprüngliche Heimat war der Mittelmeerraum. Mit der Klimaerwärmung dringt die Spinne bis in die Voralpen.

 

Die Libellen

16. 07. 2009

Sie existieren seit über 250 Millionen Jahren. In der Schweiz sind 78 Arten bekannt und sehr gefährdet. Sie führen 2 Leben, eines als Larve, zum Teil über mehrere Jahre im Wasser und als fliegendes Insekt, wenige Wochen oder Monate. Die Larven nehmen im Wasser den Sauerstoff mit dem Enddarm auf. Die Umwandlung (Metamorphose) für das fliegende Insekt geschieht in etwa 2.5 Stunden an einem Halm im Wasser. Das Insekt verlässt seine Schlupfhülle (Exhuvie), die man noch lange hängen sehen kann, dann entfaltet es langsam seine Flügel. Die Grosslibellen haben eine Flügelspannweite von 7.5cm. Mit dem Wind erreichen sie 40km pro Stunde und machen 30 Flügelschläge pro Sekunde. Sie können abrupt Richtungsänderungen machen und als einziges Insekt ein Stück rückwärts fliegen. Ihre Flugweise zeigt dem Kenner, dass es sich um einen Beute-Balz-Revier-oder Drohflug handelt. Sie verteidigen ihr Revier vehement.
Die Libelle ist nützlich weil sie Unmengen von Mücken vertilgt. Ihr Verschwinden würde das ökologische Gleichgewicht nachhaltig stören und für uns sehr unangenehme Folgen haben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Baumfalke

16. 07. 2009

Auch der Baumfalke besiedelt den Golfplatz. Er ist an den roten "Hosen" zu erkennen. Seine Flügel sind spitziger und er ist kleiner als der Turmfalke. Als gewandter Jäger, frisst er Kleinvögel und Grossinsekten (Libellen, schwärmende Käfer etc.).
Er brütet spät zwischen Ende Mai und Juni, bevorzugt Krähennester, inwelche er 2-4 Eier legt und während einem Monat bebrütet. Als Zugvogel wird er unseren Winter im südlichen Afrika verbringen und dort seine Leibspeise vertilgen, nämlich Termiten.

 

 

 

 

 

Die Jungvögel

16. 07. 2009

Was tun wenn ein Jungvogel ausserhalb eines Nestes gefunden wird?
Zuerst einmal Hände weg!
Jungvögel verlassen manchmal das Nest obwohl sie nicht richtig fliegen können. Sie sind meistens nicht aus dem Nest gefallen und auch nicht verletzt. Meistens ist ihr Nest in der Nähe und die Eltern füttern. Die Überlebenschancen sinken drastisch in Pflege, weil danach die Auswilderung schwierig ist.
Ist ein Jungvogel deutlich in Gefahr, z.B. vor Katzen, oder sitzt er auf der Strasse, dann den Vogel in die nächste Hecke oder in einen Baum setzen. Nun kann man ihn in einer Entfernung von mindestens 50 Metern, während ca. 1 Stunde beobachten. Wird er eindeutig nicht gefüttert kann man ihn in eine Pflegestation bringen (Liste bei der Vogelwarte Sempach anfragen), im Tierspital oder Zoo abgeben.

Das Johanniskraut

30. 06. 2009

Johanniskraut, auch Hartheu genannt: verweist auf den Beginn der Blütezeit der Pflanze (24. Juni ist Johannistag). Der Name Hartheu soll angeblich auf die harten Stengel weisen, welche kein gutes Heu ergeben.
Bereits in der Antike war das Heilkraut bekannt. Heute ist es nachgewiesen, dass bei leichten Depressionen das Mittel wirkt. Auch gegen Schlaflosigkeit wird es verwendet. Bei regelmässiger Einnahme kann eine Empfindlichkeit gegenüber UV entstehen (Phototoxie). Der rote Farbstoff wurde zum Färben von Textilien verwendet.

 

 


Johanniskrautlikör: 20g frische Blüten, eine Flasche Cognack oder Branntwein,
                             eine unbehandelte Zitrone in Stücke schneiden, zugeben 
                             in hellen Flaschen für 2 Wochen unverschlossen an die Sonne
                             stellen (wird ganz rot)
                             Abseihen
                             200g Zucker in 1 Liter Wasser kochen und zugeben
                             in dunkle Flaschen füllen.

Das Mauswiesel

30. 06. 2009

Das Mauswiesel ist uns treu geblieben! Peter Bohni hat es dieses Jahr in voller Aktion gesehen, mit einer Maus im Maul!
Diese Tiere sind heute rar. Grosse leere Flächen überwindet der scheue Nager nicht gerne. Ihm kommen auf unserem Platz, die Findlingsformationen, Röhren unter den Wegen, Asthaufen, Schilf sehr gelegen.

 

 

Die Raupe und der Schmetterling

30. 06. 2009

Von Zeit zu Zeit sieht man auf dem Fairway schwarze, behaarte Raupen. Die einen haben feine weisse Punkte (Tagpfauenauge), die anderen 2 längs verlaufende, gelbe Striche (kleiner Fuchs). Beide sind auf Brennesseln angewiesen, denn es ist ihre Wirtspflanze. Das Ei wurde an die Unterseite der Brennessel durch den Schmetterling geheftet. Die Raupe klettert dann auf die Oberseite und gemeinsam mit ihren Geschwistern lebt sie in Gespingsten an der Pflanze. Zur Verpuppung legt die Raupe grosse Strecken zurück. Gewöhnlich sind 2 Eiablagen pro Jahr (Juli und September). Der Schmetterling überwintert in Baum-Felshöhlen, Schuppen, Kellern oder unter Vordächern.
Wichtig, Brennesseln stehen lassen, Baum - und Felshöhlen gewährleisten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Neophyten

16. 06. 2009

Neophyten sind Pflanzen, welche gebietsfremd sind, also in der Schweiz un din den umliegenden Ländern weder natürlich noch in domestizierter Form vorkommend. Einige dieser Arten vermehren sich so stark, dass sie den einheimischen Arten den Boden und die Insekten streitig machen. Sie verhalten sich "invasiv". Die einheimischen Arten verlieren ihren Lebensraum. Die Verbreitung gebietsfremder Pflanzenarten stehen in engem Zusammenhang mit den Aktivitäten des Menschen. Der weltweite Personen- und Güterverkehr, der Transport und die Ablagerung von Erdmaterial über immer grössere Distanz, importierte Saatmischungen oder Handel mit exotischen Arten haben dazu beigetragen, dass sich gebietsfremde Arten zunehmend ansiedeln.
Auch der Golfplatz wird nicht verschont. Das einjährige Berfuskraut ist bereits da.
Weitere Arten sind die kanadischen Goldrute, Budlea=Schmetterlingsbaum, drüsiges Springkraut, Japanknöterich, Kirschlorbeer und noch einige mehr.
Nun diese Pflanzen sind doch schön!!! Man stelle sich eine ganzen Acker voll Goldruten vor, da wächst kein Korn un auch mit Gift (welches bei einigen Pflanzen nicht mal wirkt) wächst im folgenden Jahr kein Korn. Neophyten stundenlang ausreissen ist auch kein Vergnügen!
Infos: Baudirektion Kt. Zürich Fachstelle Naturschutz.

Die Pfingstnelke

Die Pfingstnelke (Felsennelke), liebt felsige Trockenrasen, Felsbänder, dürfte am Damen Abschlag 15 blühen.

 

Die Karthäuser Nelke

16. 06. 2009

Die Karthäuser Nelke, an ihren bis 45cm langen Stengeln zu erkennen (Name von den Karthäuser-Mönchen, die in den Klostergärten die Nelke gepflanzt haben).

 

 

 

 

 

 

Die Prachtnelke

16. 06. 2009

Die Prachtnelke kann man an verschiedenen Orten in den Wiesen sehen.

 

 

 

 

 

Die Bachstelze

16. 06. 2009

Die Bachstelze ist ein häufiger Vogel in der Schweiz. Der Name ist etwas irreführend, da sie nicht an den Bach gebunden ist, wie der Name vermuten lässt. Häufig sehen wir sie auf den Fairways, wo sie nach Insekten und deren Larven sucht. Bachstelzen können sehr aggressives Verhalten zeigen während der Brutzeit und ohne weiteres Greifvögel zeternd über mehrere 100meter verfolgen. Der Flug ist sehr wellenförmig und am Boden wippt der Schwanz auf und ab. Das Männchen trägt zu dieser Zeit im Jahr ein Brutkleid (intensiv schwarz/weiss). Die Jungtiere sind bräunlich/schmutzigweiss und haben kurze Schwänze.
Auch dieses Jahr brüten 2 Bachstelezen erfolgreich im Ballspenderhäuschen.

Der Stieglitz

07. 06. 2009

Der Stieglitz

Der Stieglitz (Distelfink) ist einer unserer farbigsten Vögel. Er bleibt das ganze Jahr bei uns. Sein Lebensraum sind Parks, Gärten, Obstgärten. Das Weibchen baut ein Nest sehr gut versteckt und getarnt an den äussersten Ästen und in der Nähe der Baumkronen, um es den möglichen Wiedersachern möglichst schwierig zu machen die Jungen zu finden. Das Weibchen legt 4-6 Eier und brütet 2mal im Jahr. Häufig kann man den Stieglitz auf Disteln sehen, daher der Volkstümliche Name Distelfink. Sein pinzetten ähnlicher Schnabel erlaubt es, kleinste Samen zu picken. Bei der Jungenaufzucht werden für schnelles Wachstum Insekten verfüttert.

Die Bachbunge

07. 06. 2009

Bachbunge

Die Bachbunge (Bachehrenpreis), botanischer Name Veronika beccabunga, wächst auf dem Golfplatz am Teich im Loch 6. Der Name beinhaltet bereits den Standort der Pflanze. Hildegard von Bingen beschreibt die Heilpflanze als verdauungsfördernd, entzündungshemmend und antirheumatisch. Man kann die jungen Blätter als Salat oder Oel gedünstet spinatähnlich verwenden. Die Blätter schmecken nussig, leicht bitter und enthalten Vitamin C.

 

 

 

 

 

Der Mauersegler (Spyr)

07. 06. 2009

Der Mauersegler (Spyr)
Mauersegler-Mistkasten

Der Mauersegler (Spyr) ist ein interessanter Vogel. Ausser wenn er brütet ist er immer in der Luft. Er fliegt bis in Höhen von 3000m, schläft und paart sich sogar in der Luft! Seine Beinchen eignen sich gerademal um sich festzukrallen an einer Mauer, daher setzt er sich nie freiwillig auf den Boden. Gewöhnlich fliegen sie gemeinsam über den Siedlungen und können mit bis zu 200km pro Stunde um die Häuser flitzen.
Ihr Nest bauen sie mit Pflanzenmaterial und Speichel, dieser härtet, und 2-3 Eier werden hineingelegt (dieses Nest ist für die Asiaten eine Delikatesse = birds nest soup!).
Der Vogel muss sich aus dem Nest fallen lassen können, bevor er mit den Flügeln schlagen kann. Er braucht deshalb einen freien Raum und einen hochgelegenen Brutplatz. Bei schlechter Witterung bleibt die Fütterung aus, aber die Jungvögel können ihre Körpertemperatur und die Atemfrequenz herabsetzen damit sie überleben können. Der Spyr ist unter den Kleinvögel sehr langlebig und kann über 20 Jahre alt werden. Sein Problem ist die Nistmöglichkeit. Dei heute dichten Häuser bieten keine Spalten mehr. Die Vögel nehmen aber spezielle Nistkasten an und sie lieben es in Gruppen zu leben. Ihr Winterquartier ist das südliche Afrika.
Infos zu Nisthilfen sind in der Vogelwarte Sempach zu bekommen.

Die Stockente hat Nachwuchs

Sie gehören zu den Schwimmenten (---Köpfchen in das Wasser - Schwänzchen in die Höh). Die Tauchenten im Gegensatz tauchen bis 1.5 m. Unsere Stockente lebt hauptsächlich vegetarisch, frisst Wasserpflanzen. Das Nest findet man versteckt im dichten Pflanzenwuchs am Boden, aber auch in Baumhöhlen bis 15 m Höhe. Für die Jungen ist das eine Mutprobe das Nest aus grosser Höhe zu verlassen da sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht fliegen können. Oft sind die Nester weit weg vom Wasser, so kommt es immer wieder vor, dass die Enten über weite Strecken mit den Jungen gehen wo häufig von Menschen begleitet werden. Die Jungen gehören zu den Nestflüchtern, das heisst sie haben beim verlassen des Eies bereits ein Daumenkleid offene Augen und sobald sie im Wasser sind suchen sie selbständig nach Pflanzen und Insekten. Die Gelege sind mit 7-12 Kücken gross, aber mehr als 1/3 überleben das erste Jahr nicht. In der Nahrungskette sind sie Futter für andere Tiere. So will es die Natur.

Orchideen

Sie blühen wieder und es ist eine mehr als letztes Jahr! Am Abschlag 8 am Steilhang kann mann sie sehen. Wie  bereits im letzten Jahr beschrieben sind alle unsere Orchideen Erdorchideen im Gegensatz zu den grossblütigen in den Blumengeschäften, diese wachsen auf Bäumen.

Unsere Orchideen brauchen ein bestimmtes Ausmass an Feuchtigkeit, Kalk, viel Licht und die Gegenwart eines Wurzelpiltzes. Die Orchidee produziert Sexuallockstoffe. Die Bestäubung erfolgt über Insekten.

Die Wiese

Sie ist ein komplexes Oekosystem, die Koexistenz von Pflanzen und Tieren, geben sich gegenseitig Nahrung, Behausung, Schutz und garantieren durch die Reproduzierung die Zukunft. Der grösste Teil unseres biologischen Reichtums verbirgt sich jedoch in der Erde. In den obersten 30 Zentimetern eines Quadratmeters Boden können mehr als 20 millionen Pflanzen und Tiere leben! (Umwelt 2/04). Im Kanton Aargau werden die schönsten (artenreichsten) Wiesen ausgezeichnet. Wozu soll das gut sein? und was nützt es uns? Der oekonomische Wert liegt z.B. in der abwechslungsreichen Natur und im Artenreichtum (für Tourismus spielt dies eine wichtige Rolle). Dank der genetischen Vielfalt ist die Züchtung von ertragreichen und robusten Pflanzen-und Nutztiern erst möglich. Der jährliche Ertragswert der globalen Biodiversität wird auf 42000 Milliarden Franken geschätzt. Itakte Lebensräume schützen vor Naturkatastorphen. Der Erholungswert in einer vielfältigen Landschaft (z.B. schöne Wiese) ist viel höher, als eine monotone Landschaft. Künstler, denken wir z.B. an van Gogh, lassen sich von der Natur inspirieren. Tragen wir also Sorge zu unserer Natur!

Der Teichfrosch

09. 05. 2009

Auch der Teichfrosch ist wieder zu hören. Er ist ein Sonderfall, da er aus dem kleinen Wasserfrosch und dem Seefrosch hervorgegangen ist, somit ist er also ein Bastard. Als Teichfrosch ist er nicht fortpflanzungsfähig, es braucht die Beteiligung des kleinen Wasserfrosches. Die Paarungszeit ist Mai bis Juni. Während der Teichfrosch bis im Herbst am Wasser bleibt, verlässt der kleine Wasserfrosch das Wasser nach der Paarung und hält sich in der näheren Umgebung auf. Im Gegensatz zu Grasfröschen und Erdkröten haben sie eine kleine Fluchtdistanz (bei der Golfballsuche, springen sie sofort ins Wasser).

Der Kuckuck

09. 05. 2009

Habt Ihr Geld im Sack? Der Kuckuck ist wieder zu hören auf dem Golfplatz. Wie wir wissen brütet der Vogel seine Eier nicht selber aus. In der Schweiz sind 39 Singvogelarten als Wirtseltern für den Kuckuck bekannt. Das Weibchen beobachtet die Leihmutter und sobald diese das erste Ei gelegt hat, verschluckt die Kuckucksmutter dieses Ei und legt ihr eigenes ins Nest. Der Jungkuckuck schlüpft etwas früher als das restliche Gelege, so hat er Zeit die anderen Eier aus dem Nest zu stossen. Der Jungvogel wird später ganz alleine den Weg in den Süden finden.
Er liebt abwechslungsreiches Gelände, kleinflächige Laub- oder Mischwälder mit stufigen Waldrändern, Ried und Schilfgebiete...Seine Hauptnahrung sind stark behaarte Schmetterlingsraupen. Die intensive Landwirtschaft und die starke Besiedelung vernichtet die Schmetterlinge, daher ist der Kuckuck selten geworden.

Der Unterschied zwischen Rot-Schwarzmilan und Bussard

16. 04. 2009

Das Unterscheiden von Rot-Scharzmilan und Bussard fällt oft schwer. Der Schwanz der Vögel ist der Schlüssel zur Bestimmung.
Während der rote Milan im Schwanz die grösste Gabelung aufweist ist der Bussard mit einem runden Schwanz ausgestattet. Der Schwarzmilan ist ein Zugvogel ist also nur im Sommer anwesend und stärker ans Wasser gebunden, denn er frisst Weissfische, aber As vorallem an den Autobahnen, wo er oft selbst zum Opfer wird. Der Rotmilan (Gabelweihe) ist nach dem Steinadler der grösste Greiffvogel mit einer Länge von 60 cm und 750-1300g ein stattlicher Vogel.

 

Der Zitronenfalter

16. 04. 2009

Vielleicht ist einigen von Euch aufgefallen, dass es viel *gelbe* Schmetterlinge auf dem Golfplatz hat. Häufig ist er an den Waldrändern unterwegs.
Allgemein würde man von einem Zitronenfalter sprechen. Es gibt verschiedene Arten Gelblinge die in dei Unterfamilie der Coliadine gehören.
Der Zitronenfalter legt seine Eier an Blätter, Stielen und Zweigen des Faulbaumes, Kreuzdornes, Ligusters, Weiden und verschiedene anderen Büschen ab.
Während die meisten Falter höchstens einige Wochen alt werden, lebt der Zitronenfalter fast ein Jahr. Der Falter überwintert im Freien, friert auf Grund von Glyzerin in seinem Körper nicht ein  und übersteht minus 20 Grad.
Das Schneiden von Büschen und aufräumen von Laub im Herbst vernichtet den Schmetterling.

Der Gartenrotschwanz

25. 03. 2009

Der Vogel des Jahres wird der Gartenrotschwanz sein nicht zu verwechseln mit dem Hausrotschwanz. Noch ist er in Afrika. Wie viele Vögel kommt auch er immer seltener vor in der Schweiz. Ihm zu helfen ist eigentlich ganz einfach, esst einheimische Äpfel und Birnen! Der Gartenrotschwanz ist ein typischer Obstgarten-Vogel er ernährt sich von Spinnentieren, Bodeninsekten und deren Larven. Er ist auf offene, lichte Bodenflächen mit spärlicher, niedriger Vegetation angewiesen. Totholz, Ast- und Steinhaufen, Trockenmauern erhöhen die Vielfalt im Kulturland und sind ideale Jagdgebiete für den Vogel.

 

Das Gänseblümchen (Massliebchen, Mauerblümchen etc.)

25. 03. 2009

Dieses kann das ganze Jahr in Mischsalat, Spinat oder Tee verwendet werden. Auch als kleingeschnittene Blätter in Quark als Brotaufstrich lässt es sich verwenden. Gerbstoffe, Saponin, Zucker, Eiweiss, ätherische Öle machen das Gänseblümchen zum guten Wildgemüse.

 

 

 

Das Scharbockskraut (Hahnenfussgewächs)

25. 03. 2009

Die Pflanze verweist auf die frühere Verwendung bei Skorbut (eine Vitamin C Mangelkrankheit). Das reichliche Vitamin C der Pflanze ist unbedenklich in Wildsalaten geniessbar solange die Pflanze nicht blüht. Das Protoanemonin welches sich während und nach der Blühte ansammelt ist scharf und für den Menschen giftig (früher als Warzenmittel verwendet).

 

 

Der Grasfrosch

24. 03. 2009

Es ist Frühling! Bereits haben die Grasfrösche abgelaicht. Immer wieder ist es erstaunlich, dass ein einzelner Frosch so grosse Laichballen ablegen kann. Bei genauerem Hinsehen bemerkt man verschiedene Färbungen und darin liegt das Geheimnis. Sobald der Laich an die Luft kommt beginnt er aufzuquellen und wird ganz weiss. Die Eigallerte wirkt wie ein Brennglas (Brutkasten) wenn die Sonne darauf scheint. Nach einem langen Winter sind viele Tiere ausgehungert, wen wunderts also, dass pro Frosch 2000 und mehr Eier vorgesehen sind um z.B. dem Bergmolch Nahrung zu bieten, nur wenige Fröschchen werden überleben.