Andere Länder andere Sitten

Andere Länder andere Sitten. Bei einem Turnier machte mich Chung auf den Adlerfarn aufmerksam. In Südkorea wird die Pflanze gegessen. Man schneidet die noch junge Pflanze legt sie mehrmals in Salz ein, giesst das Wasser ab, trocknet sie und isst sie. Auch in Russland und im übrigen Asien kennt man dieses Gericht. Ich fand den Salat in Russland sehr fein. Allerdings ist die ganze Pflanze giftig (Blausäureglycoside). Entscheidend ist die Menge und der Konsum, sowie die Erntezeit der  Pflanze . Es gibt Hinweise zu Magendarm Krebs bei hohem Konsum. Tiere sind nicht immun dagegen, so zeigen sich bei Pferden , Ziegen, Schweinen Störungen des zentralen Nervensystems (Thiaminase).

Pfaffenhütchen

Pfaffenhütchen: der deutsche Name verweist auf die Früchte, die wie ein Birett aussehen. Einzelne Büsche entlang des Weges zu Loch 2 stehen momentan kahl mit weissem Gespinnst überzogen da. Im Frühsommer fressen die Raupen der Gespinnstmotte die Büsche oft razekahl, doch  der Strauch wird ein zweites Mal austreiben. Die Bestäubung der Blüten erfolgt durch Bienen, Fliegen oder Ameisen, die Früchte sind hoch im Kurs bei Rotkehlchen, Drosseln, Elstern, die Vögel sorgen auch via Kot für die Verbreitung der Büsche.

Schildkröte am Loch 16

20. 04. 2017

Schildkröte am Loch 16  es handelt sich um eine Schmuckschildkröte aus Amerika (vermutlich Rotwangen). In der Schweiz gelten sie als invasiv, sind daher verboten und nur in speziell lizenzierten  Haltungen erlaubt. "Unsere" Schildkröte wurde im Teich 16 "entsorgt". Sie kann 55 Jahre alt werden und vermutlich ist es dem Halter verleidet!
Tiere aus andern Kontinenten sind andern Umweltbedingungen ausgesetzt und haben sich in Verhalten und Nahrung angepasst (Koevolution). Hierzu Lande fehlen ihre Feinde, Krankheiten gegen die sie selbst immun sind, breiten sich bei unsern einheimischen Tieren aus und sie sterben.
Die Golfplatzleitung hat sich nun mit dem Tier zu befassen und es in eine Auffangstation zu bringen.

Nilgans

24. 03. 2017

Nilgans (alopochen aegyptiaca). Die neue Golfsaison beginnt mit einem Gast aus Afrika. Seit dem  18. Jahrhundert werden in Europa Nilgänse als Ziervögel gehalten. Die Vögel die wir heute sehen sind Gefangenschaftsflüchtlinge, die sich seit 1970 rasant ausbreiten. In der Schweiz sind Brutpaare seit 2003 auf dem Klingnauer Stausee bekannt. Sie dulden während der Brutzeit keine andern Entenvögel und sind daher für die einheimischen Enten problematisch.

Vögel und Blumenwiesen

Vögel  Vogelfutter musste man im Winter 2016/17 nicht viel kaufen.  Während der 3 Wochen  gefrorenen Bodens wurden vor allem die Greifvögel gefüttert.  Die Vogelwarte Sempach bekam viele Anfragen; wo bleiben die Vögel? Tatsächlich hat auch der Deutsche Naturbund (NABU) dieses wegbleiben notiert. Die Vogelwarte begründete das Ausbleiben mit vermehrt Samen tragenden Bäumen und anderen Wanderruten. Ist es der Klimawandel, unsere Insekten- und Raupen" Allergie", immer weniger natürliche Grünflächen und Fremdpflanzen? Gut gibt es unsere Blumenwiesen auf dem Golfplatz.