Schmetterlinge:

23. 07. 2017

Schmetterlinge: Auf den Wiesen über dem Golfplatz tummeln sich zur Zeit viele Schmetterlinge. Wer genau hinschaut bemerkt nicht nur ihre Farben, sondern auch die Unterschiede der Formen und Flugweisen. Alle Schmetterlinge haben ihre Wirtspflanzen, d. h. Ei-/Larven- und Schmetterling Stadium findet an ein und derselben Pflanze statt. Jeder Schmetterling hat seine eigene Frasspflanze. Sie vermögen Blüten und Farben erst aus einer Distanz von 3-5 m zu sehen. Ihre Aktivitaet wird durch Licht, Temperatur, Feuchtigkeit und Nahrungsqualitaet gelenkt. Um Schmetterlinge zu erhalten braucht es ein Wiesen Schnitt Konzept und auf keinen Fall dürfen alle Wiesen gleichzeitig abgeschnitten werden. Das Monitoring von 2011/12 von Frau Marthaler ergab 25 Arten, sogar einen Erstnachweis im Kt. Schwyz (kleiner Feuerfalter, Lycaena phlaeas) war darin enthalten.

Bremsen

Bremsen (tabanidae), ca. 4000 Arten, sind eine Unterordnung der Fliegen und gehören zu den blutsaugenden Insekten (bis 0,2ml). Sie sind besonders aktiv zwischen April und August an schwülen Tagen. Bremsen werden durch Schweiss angelockt, wobei nur das Weibchen Blut saugt (zur Reproduktion), das Männchen ernährt sich von Nektar. Im Unterschied zu den Stechmücken ist der Stich der Bremse sofort deutlich spürbar, es entsteht ein Juckreiz und blutet weiter auf Grund des durch das Insekt aufgespritzen  gerinnungshemmenden Sekretes. Bei Stechmücken entstehen Quaddeln. In Mitteleuropa gibt es eine Generation pro Jahr, erwachsene Tiere leben 2-4 Monate.

Seerosen

Seerosen gibt es fast weltweit. Die Blütenfarben gehen über weiss, gelb, rot bis blau. Die Wassertiefe bestimmt auch welche Art am besten gedeiht. Die europäische Seerose ist die weisse Nymphaea alba. Alle Teile der Pflanze sind giftig. Die Seerose verfügt über Durchlüftungskanäle die ihr den nötigen Sauerstoff gewährleisten, da sie im Schlamm verankert ist. Die Schwimmblattoberseite hat eine wasserabstossende Wachsschicht, gegen Fäulnis besitzt sie einen hohen Gerbstoffgehalt.

Brütendes Blesshuhn am Loch 15

Brütendes Blesshuhn am Loch 15. Das Gelege besteht normalerweise aus 5-10 Eiern und wird etwa 24 Tage bebrütet. Die Jungen kommen mit einer roten Blesse auf die Welt, im Gegensatz zu den Altvögeln. Mit 8 Wochen sind die Jungvögel flugfähig. Wasservögel schwimmen auf dem Wasser, weil ihr Gefieder zwischen den Federn viel Luft einschliesst. Die Oberfläche des Gefieders bildet eine wasserabstossende Schicht, wegen der besonderen Struktur der Federn, aber auch weil die Federn durch das Sekret der Bürzeldrüse wasserabstossend sind.

Federwachstum: als erstes bildet sich ein dunkler Stumpf aus der Haut, der Blutkiel. Der Federkeim ist stark durchblutet und steckt in einer schützenden Hornhülle (Federscheide) und gleicht einem oben verschlossenen Röhrchen. Das Wachstum findet nur an der Federbasis statt, einem Ring von Zellen die sich ständig teilen, und neues Material nach oben schieben. Oberhalb der Wachstumszone differenziert sich das Zellmaterial in Schaft, Aeste und Strahlen aus. Sobald diese Differenzierung abgeschlossen ist, wird das Röhrchen-Dach durchstossen und entfaltet sich (Pinselstadium). Das Wachstum in der Federbasis stellt ihre Tätigkeit ein. Die Feder ist jetzt ein unbelebtes Gebilde, das in der Haut verankert ist. Beim nächsten Federwechsel (Mauser) wird die Wachstumszone wieder aktiv und neue Federn werden wachsen.

Mythologie: Bei den Aegyptern wurde die „Seele“ des Verstorbenen gewogen. Blieb die Feder in der Waage, so war keine Sünde nachzuweisen. Deshalb stand die Feder für Wahrheit.

Andere Länder andere Sitten

Andere Länder andere Sitten. Bei einem Turnier machte mich Chung auf den Adlerfarn aufmerksam. In Südkorea wird die Pflanze gegessen. Man schneidet die noch junge Pflanze legt sie mehrmals in Salz ein, giesst das Wasser ab, trocknet sie und isst sie. Auch in Russland und im übrigen Asien kennt man dieses Gericht. Ich fand den Salat in Russland sehr fein. Allerdings ist die ganze Pflanze giftig (Blausäureglycoside). Entscheidend ist die Menge und der Konsum, sowie die Erntezeit der  Pflanze . Es gibt Hinweise zu Magendarm Krebs bei hohem Konsum. Tiere sind nicht immun dagegen, so zeigen sich bei Pferden , Ziegen, Schweinen Störungen des zentralen Nervensystems (Thiaminase).

Pfaffenhütchen

Pfaffenhütchen: der deutsche Name verweist auf die Früchte, die wie ein Birett aussehen. Einzelne Büsche entlang des Weges zu Loch 2 stehen momentan kahl mit weissem Gespinnst überzogen da. Im Frühsommer fressen die Raupen der Gespinnstmotte die Büsche oft razekahl, doch  der Strauch wird ein zweites Mal austreiben. Die Bestäubung der Blüten erfolgt durch Bienen, Fliegen oder Ameisen, die Früchte sind hoch im Kurs bei Rotkehlchen, Drosseln, Elstern, die Vögel sorgen auch via Kot für die Verbreitung der Büsche.

Schildkröte am Loch 16

20. 04. 2017

Schildkröte am Loch 16  es handelt sich um eine Schmuckschildkröte aus Amerika (vermutlich Rotwangen). In der Schweiz gelten sie als invasiv, sind daher verboten und nur in speziell lizenzierten  Haltungen erlaubt. "Unsere" Schildkröte wurde im Teich 16 "entsorgt". Sie kann 55 Jahre alt werden und vermutlich ist es dem Halter verleidet!
Tiere aus andern Kontinenten sind andern Umweltbedingungen ausgesetzt und haben sich in Verhalten und Nahrung angepasst (Koevolution). Hierzu Lande fehlen ihre Feinde, Krankheiten gegen die sie selbst immun sind, breiten sich bei unsern einheimischen Tieren aus und sie sterben.
Die Golfplatzleitung hat sich nun mit dem Tier zu befassen und es in eine Auffangstation zu bringen.

Nilgans

24. 03. 2017

Nilgans (alopochen aegyptiaca). Die neue Golfsaison beginnt mit einem Gast aus Afrika. Seit dem  18. Jahrhundert werden in Europa Nilgänse als Ziervögel gehalten. Die Vögel die wir heute sehen sind Gefangenschaftsflüchtlinge, die sich seit 1970 rasant ausbreiten. In der Schweiz sind Brutpaare seit 2003 auf dem Klingnauer Stausee bekannt. Sie dulden während der Brutzeit keine andern Entenvögel und sind daher für die einheimischen Enten problematisch.

Vögel und Blumenwiesen

Vögel  Vogelfutter musste man im Winter 2016/17 nicht viel kaufen.  Während der 3 Wochen  gefrorenen Bodens wurden vor allem die Greifvögel gefüttert.  Die Vogelwarte Sempach bekam viele Anfragen; wo bleiben die Vögel? Tatsächlich hat auch der Deutsche Naturbund (NABU) dieses wegbleiben notiert. Die Vogelwarte begründete das Ausbleiben mit vermehrt Samen tragenden Bäumen und anderen Wanderruten. Ist es der Klimawandel, unsere Insekten- und Raupen" Allergie", immer weniger natürliche Grünflächen und Fremdpflanzen? Gut gibt es unsere Blumenwiesen auf dem Golfplatz.