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Classic Car Trophy, Sonntag 1. September 2019

Von: Ralph Wipfli

Was gehört zu einem richtigen Golfturnier? Ein Golfplatz, mit Golfutensilien ausgerüstete Teilnehmende, Bälle, für einige auch viele Bälle, ein Captain und einen Präsidenten, ein Starter, Zwischenverpflegung (ganz wichtig), Apéro nach dem Spiel, Nachtessen oder Apéro Riche mit Getränken (ebenfalls ganz wichtig), Gin Tonic. Wünschenswert wären gute Resultate. Solche, die gerne gute Resultate hätten, um diejenigen mit den guten Resultaten zu bewundern oder um diese vielleicht auch ein bisschen zu beneiden. Preise natürlich, Sieger und Verlierer und erfreulicherweise grosszügige Sponsoren. Schönes oder zumindest anständiges Wetter wäre natürlich von Vorteil.

Ein Turnier im Jahr aber hat noch einen ganz anderen wesentlichen Bestandteil. Es ist sozusagen der Hauptgrund, dass dieses Turnier überhaupt stattfindet. Die Rede ist von der Classic Car Trophy. Ein Turnier, für das, mehr als bei den meisten anderen, gute Wetteraussichten schon fast ein Muss ist. Leider haben die Wetterprognosen dieses Jahr nicht sehr verheissungsvoll ausgesehen. Dies hat dazu geführt, dass die meisten, die normalerweise an diesem interessanten Turnier mit ihren edlen Gefährten teilnehmen und diese auf dem Gelände des Golfclub Küssnacht ausstellen, in diesem Jahr ihre Prachtstücke zuhause in der Garage liessen. Andy Knecht, Roberto Panzera und Roland von Moos haben trotz der garstigen Wetterprognosen ihre wunderschönen Fahrzeuge englischer Herkunft in Küssnacht parkiert, sodass diese bewundert und bewertet werden konnten und den Anlass dementsprechend passend umrahmten.

Natürlich wurde aber auch Golf gespielt und das unerwarteterweise bei sehr guten Wetterbedingungen. Die Wettervorhersagen waren eher Wettervorherversagen. Der Regen kam am Morgen und nicht wie vorhergesagt am Nachmittag. Am Nachmittag blieb es dann trocken und schwülwarm. Am Abend aber setzte der Regen umso heftiger ein. Das Wetter hat (bis auf Schneefall und den angekündigten Kälteeinbruch) alle Register gezogen. Doch während des Turniers hat es sich grossmehrheitlich von seiner schönen Seite gezeigt und sich dann schlussendlich auch auf das Golfspiel der Teilnehmenden positiv ausgewirkt. 11 Spieler konnten ihr Handicap verbessern. Erwin Hefti und Irene Jöhl haben sogar beide sagenhafte 45 Punkte gespielt. Erwin gewann damit die Nettokategorie 2 und spielt somit in Zukunft mit grossem Polster in der Kategorie 1. Irene Jöhl belegt den sehr guten zweiten Rang. Die Nettowertung der Kategorie 1 gewann Christian Kiefer mit 39 Punkten gefolgt von Christer Carling, der aber aufgrund seiner ausgezeichneten Golfrunde mit 37 Punkten die Bruttowertung gewann und damit Tagessieger in der Kategorie Brutto Herren wurde. Sein Abstecher in seine alte Golfheimat hat sich also mehr als gelohnt. Der zweite Platz Netto in der Kategorie 1 konnte sich dadurch Roberto Panzera mit sehr guten 37 Punkten sichern, gefolgt von Regula Merz im dritten Rang mit ebenfalls 37 Punkten. Bruttosiegerin bei den Damen wurde mit 29 Punkten Géraldine Dondit. Regula Merz hat auch bei den Sonderwertungen gezeigt, was sie kann. Sie war nämlich sehr treffsicher und gewann mit 62cm auch den Nearest to the pin an Loch 14 der Damen. Am Loch 16 war das gleiche Urs Bressan beschieden. Mit 1.57 m nicht ganz so nah, aber böse (männliche) Stimmen behaupten, die Herren hätten es an Loch 16 mit dem drohenden Wasser im Vordergrund ungleich schwerer gehabt als die Damen an Loch 14. Der Schreibende ist jedoch überzeugt, dass Regulas Treffsicherheit sie auch an Loch 16 nicht im Stich gelassen hätte.

Normalerweise gibt es bei den meisten Turnieren Preise für diejenigen, die nicht nur treffsicher sind, sondern vor allem lange Abschläge haben. Der Schreibende kann sich da jeweils geruhsam zurücklehnen, weil er in dieser Preiskategorie definitiv nicht mitmischt. Diesmal aber war es anders, es war vor allem Treffsicherheit gefragt. Die Sonderwertung hiess nämlich Nearest to the Chees. Genauer gesagt, Nearest to the Emmi Chees. Co-Sponsor Robin Barraclough hat am Loch 15 einen Käse, den es zu gewinnen galt, platziert. Diesen gewann Roland Wirz. Er war mit 2.20 m dem Käse am nächsten. Dem Schreibenden fehlt es demzufolge nicht nur an Länge, sondern auch an Präzision. Üben ist angesagt!

Etwas, das dieses Turnier aber definitiv von den anderen Turnieren unterscheidet, ist, dass es nicht nur Preise fürs Golfspiel vergeben werden. Die Oldtimer wurden auch prämiert. Drei Preise waren zu holen. Der Liebling des Publikums war der MG von Roland von Moos. Als der gepflegteste Oldtimer wurde Robertos Aston Martin DB2 ausgezeichnet und Andy Knechts Jaguar E-Type Coupé erhielt den Preis für das schönste Design. So wurden alle drei, die es gewagt hatten, ihr wunderschönes Gefährt, trotz den Wetterprognosen nach Küssnacht zu bringen und damit dem Anlass den würdigen Rahmen verliehen, auch mit einem Preis belohnt. Beim Risotto-Essen, der kalten Platte und dem gereichten Rot- und Weisswein konnte noch gefachsimpelt werden.

Ich erwähnte bei meiner Aufzählung, dass es Sponsoren braucht, um Turniere durchzuführen. Marisa (Himmelblau Blumen & Meeer) und Roberto Panzera (CDS Sicherheitstechnik) haben wie schon oft auch dieses Turnier grosszügig unterstützt. Italia Golf Tours hat sehr schöne Preise gesponsort und alle Teilnehmer konnten ihren privaten Olivenölvorrat aufstocken. Robin Barraclough hat uns mit vielem aus dem Hause Emmi bei Kräften gehalten und wir konnten uns mit schönen Erinnerungen und mit Käse vollbepackt auf den Heimweg machen. Vielen Dank allen, die zum Gelingen dieses schönen Turniers beigetragen haben.

Übrigens der Regen setzte dann doch noch ein. Aber gottlob erst als wir alle unter dem Vordach (vor den Garderoben) am Essen waren.

Ralph Wipfli, September 2019

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05.09.2019 09:10 Alter: 15 Tage

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