News und Berichte

Küssnachter KMU Trophy 2017

Von: Martin Uster

Bei idealem Wetter starteten 54 hochmotivierte Golfspielerinnen und Golfspieler an der Küssnachter KMU Trophy

 Bei idealem Wetter starteten 54 hochmotivierte Golfspielerinnen und Golfspieler an der Küssnachter KMU Trophy. Eigentlich durfte man nur Höchstleistungen erwarten, denn die Bedingungen hierfür waren ideal. Also machte ich mir Hoffnung heute mal endlich etwas zeigen zu können, nämlich welch Golftiger in mir steckt. Ich schritt zur Rezeption und grüsste alle Anwesenden freundlich und nannte meinen Namen. Sofort hielt Nynke, die freundliche Rezeptionistin, meine Spielkarte bereit und überzeugte mich Geld aus meinem Portemonnaie zu entlocken. Ich dachte mir, heute wird ein guter Tag und irgendwie muss ich dabei zu sympathisch gelächelt haben, als dann die Frage aller Fragen auftauchte. «Sehr geehrter Herr Uster, würden sie gerne für das heutige Turnier ein Turnierbericht verfassen?» Dieser charmanten Frage konnte ich nicht widerstehen und schliesslich war ich heute erstmals Sponsor (17. Loch, Baarer Bier) und wollte hier und heute keine Blösse von mir geben. Also sagte ich zu und schritt zu neuen Golftaten. Aber der Traum vom glorreichen Golftag schien schon beim Einspielen auf der Driving Range ins Holpern zu geraten. Ein bisschen Anfangsnervosität schadet nicht, dachte ich mir. Ich werde mich schon aufrappeln und so schritt ich immer noch guten Mutes zum Abschlag Eins. Ich muss gestehen, ich war schon müde als ich bei Loch Eins oben ankam, liess jedoch nichts anmerken und grüsste freundlich und entschlossen meine beiden Partner Urs und Claude. Die beiden konnten zu diesem Zeitpunkt nicht ahnen, wie viele Bälle sie auf den ersten neun Löchern für mich suchen würden.
Nachdem wir vom Kapitän sehr freundlich in Empfang genommen wurden und uns die Spielweise des Turniers erläutert wurde, schritten wir zum Abschlag Eins. Urs legte einen Traumstart hin und schoss seinen Ball in die Tiefen des Tals so mittig wie es nur ging. Jetzt war ich an der Reihe. Ich legte meinen Ball hin, holte aus, in Gedanken flog der Ball schnurgerade 200m runter auf das Fairway. Der Abschwung... wundervoll. Klong... gute Reise kleiner Freund! Der Ball fliiiieeeeeeeegt etwa 30 Meter weit und holpert noch lässig über den Damenabschlag, um 20 cm hinter diesem anzuhalten. Golf ist sooooo schön, dachte ich mir. Ein peinlicher Moment und die Sekunden der Totenstille fühlten sich an wie Minuten. Claude meisterte ihren ersten Abschlag wie eine eins. Das sollte bei Claude auch so weitergehen über die nächsten 17 Abschläge. An Konstanz und Treffsicherheit kaum zu überbieten. Ich konnte meinen schlechten Start ein wenig aufbessern und so blieben mir ein paar peinliche Momente verschont. Die Rettung kam mit dem dritten Schuss als dieser aus rund 120m auf das «Dancefloor» bretterte und dann zwei Putts und die fünf war im Kasten. Also schritten wir zu Loch zwei. Ohne jetzt ins Detail zu gehen und jedes Loch zu erläutern. Ich kann nur aus meiner Sicht sagen, die ersten neun Löcher verliefen etwa ähnlich. Schlechter Abschlag irgendwo im nirgendwo, mal fand man den Ball, mal nicht. Entweder der zweite Schlag aus dem Rough oder schon der dritte Schuss folgte darauf. Urs und Claude waren unermüdlich am Ball suchen für mich. Mir wurde es schon fast peinlich. Was war nur los mit meinem Abschlag? Als wir nach über 2h die ersten neun Löcher hinter uns gebracht hatten, dachte ich mir, ich muss nun etwas Grundlegendes verändern. Wie kann ich dies tun? Also entschloss ich meine Turnierbälle, die ich extra für dieses Turnier mitgebracht hatte, auszuwechseln und diese gegen die normalen Spielbälle zu tauschen. Nicht gerade ein Meilenstein in meiner Karriere, aber ein Anfang. Die Turnierbälle hatten mir bisher kein Glück gebracht und mit meinen 8 Punkten aus den ersten neun Löchern war ich überzeugt letzter zu werden. So nahm ich mit weniger Nervosität, ja man kann schon sagen mit etwas Nonchalance, einen neuen Anlauf. Siehe da, es funktionierte einigermassen auf dem zehnten Loch und mein Spiel wurde von Loch zu Loch besser. Während mein Spiel bergauf zu gehen schien wie der Kurs, ging es Urs auf den zweiten neun Löchern nur noch bergab. Bei Urs funktionierte gar nichts mehr und bei mir war wirklich der Tiger ausgebrochen. Auf Loch elf gelang mir sogar ein Birdie, auf Loch 16 schoss ich ein Par. Es lief plötzlich wie geschmiert und das gute Spiel konnte ich bis zum Schluss durchziehen. Es wurde noch ein spannendes Duell zwischen mir und Urs. Man glaubt es kaum, aber auf der zweiten Hälfte des Platzes legte ich 20 Punkte hin und somit blieb mir der peinliche Moment erspart, in meinem ersten Turnier seit der Jugend des GCK, als letzter vom Platz zu gehen. Mir fiel ein Stein vom Herzen und ich hatte tatsächlich den Frieden mit mir geschlossen. Es steckt wieder viel Hoffnung in mir, dass es das nächste Mal klappen wird.
Um 19.00 Uhr kam ich pünktlich zum Apéro. Es erwartete uns ein tolles Nachtessen im Clubhaus und uns wurde mitgeteilt, dass Rolf Krapf und sein Team gerade 13 Gault-Millaut Punkte erkocht hatten. Dementsprechend waren die Erwartungen hoch und das feine 4-Gang Menü enttäuschte auch nicht. Den leckeren Penne im ligurischen Gemüsesud folgte ein Passionsfruchtsorbet mit Heidelbeeren und Champagner, um darauf von einem gebratenen Saibling mit Zitronenrisotto und sommerlichem Gemüse beglückt zu werden. Im Anschluss an dieses himmlische Gericht erwartete uns eine tolle Käseplatte. Zwischen dem Hauptgang und der Käseplatte fand noch die Rangverkündigung statt, natürlich ohne meine Aktivbeteiligung. Mit vollem Magen und einem Badetuch für den 22. Rang und einem neuen Caddywagen, dass ich erworben hatte im Clubhaus, trat ich zufrieden und mit vollem Bauch meine Heimreise an. Ich bedanke mich an dieser Stelle für die hervorragende Turnierorganisation und freue mich im nächsten Jahr wieder dabei zu sein, wenn es heisst Küssnachter KMU Trophy 2018. Guet Holz!

Martin Uster
Brauerei Baar, Baar

Zu den Fotos

15.07.2017 07:47 Alter: 1 Jahre

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